Zucchero – Der Italiener unter den größten Musikern unserer Zeit

Zucchero – Kommt das nicht in den Kaffee? Man muss leider sagen, hierzulande kennen leider nur noch Wenige den grandiosen Musiker aus Italien. Das ist sehr schade. Denn kurz und knapp gehört der italienische Superstar zu den größten Musikern unserer Zeit. Hier erfahrt ihr, warum ihr euch Zeit für seine Musik nehmen solltet.

Eine Legende unter Legenden

Durch seine Kunst als Sänger und Songwriter erarbeitete sich Adelmo Fornaciari, das ist sein gebürtiger Name, großes Ansehen bei den Giganten der Musikgeschichte. Unter Anderem sang er auf einer Bühne mit Luciano Pavarotti. Er war es, der Andrea Bocelli entdeckte. Bocelli gehört heute zu den größten Tenören unserer Zeit.

Zusätzlich trat Zucchero mit Michael Jackson, Joe Cocker und Miles Davis auf. Der Italiener ging auf Europa-Tournee mit Eric Clapton und sang gemeinsam mit Sting. Selbst die legendären Blues Brothers unterlagen der Magie seiner Musik. Sie unterstützden Sugar Fornaciari im Musikvideo zu „Per colpa di chi?.

Zucchero und Eric Clapton live – Hey Man

Der bekannteste Hit

Durch meine Familie bin ich mit Zucchero groß geworden. Ich weiß noch, wie der damalige Lebensgefährte meiner Mutter einen Song von ihm wie einen Kampfschrei sang: „Uh, uh uh!“.

Gemeint ist natürlich der Welthit „Senza una Donna„. Zuerst erschien der Song 1887 auf dem Album „Blue’s“. 1991 legte der Musiker Zucchero Fornaciari den Song mit Paul Young erneut auf. Dadurch feierte er große Erfolge in ganz Europa und in den Vereinigten Staaten.

Zucchero & Paul Young – Senza una donna (Without a Woman)

Musikalische Geschichte

1990 wurde Zucchero Sugar Fornaciari die außergewöhnliche Ehre zuteil, als weltweit erster Rock-Musiker im russischen Kreml aufzutreten. Das live in ganz Europa übertragene Konzert erfreute sich hoher Beliebtheit. Denn im Dezember desselben Jahres durfte er dort zwei weitere Male auftreten.

Funfact: Eingeladen wurde er von einer russischen Ballettgruppe, die annahm, er sei ein italienischer Opernsänger.

Sie bekamen einen Rockmusiker.

Zucchero live im Kreml (1990)

Die Live-Dvd erschien 1991

Mehr legendär

Vier Jahre später schrieb Fornaciari ein zweites mal Geschichte. Denn aufgrund seines herausragenden Talents und Ansehens durfte er 1994 als einziger europäischer Musiker auf dem legendären Woodstock II Festival auftreten.

Zucchero – Live at Woodstock II (1994)



Nr. 1 Alben am laufenden Band

In seiner bisher 33-jährigen Karriere veröffentlichte der italienische Ausnahmemusiker 13 Alben (internationale Versionen ausgenommen). Von denen ganze 10 Longplayer die Spitzenposition der italienischen Charts erreichten. Anders als seine Singles… dazu gleich mehr.

Platin, Platin, Platin – aber Zuhause?

Bereits sein zweites Album „Blue’s“ (1987) erreichte Platinstatus. Ironischerweise nicht in Italien. Sondern in der Schweiz. Dort konnte sich Zucchero Sugar Fornaciari eine feste Fangemeinde aufbauen. Seitdem unterstützen ihn die schweizer Fans konsequent. Denn nach Italien ist die Schweiz das zweiterfolgreichste Land für seine Musik.

Der Coup

In seinem Heimatland musste er ganze 23 Jahre länger auf eine Platinauszeichnung warten. Aber dann richtig! Mit „Chocabeck“ (2010) gelang ihm ein Coup. Das Album erhielt in Italien sattes 5-fach Platin. Laut Wikipedia ist das Album mit über 340.000 verkauften Einheiten seine bisher erfolgreichste Veröffentlichung.

Zusammengerechnet erhielt der zuckersüße Junge (seine Lehrerin gab ihm den Namen Zucchero) mit seinen Alben 20 mal Platin. Wenn man Kompilationen dazurechnet, kommt er auf sagenhafte 30 Platin Auszeichnungen.


Wenn „jeder“ das Album hat, wieso sollte man die Singles kaufen?

Wie es aber für viele Künstler üblich ist, hat auch Adelmo Fornaciari trotz des dauerhaft großen Erfolgs nur erstaunlich wenige Nr.1 Single-Auskopplungen. Nämlich genau eine! „Baila (sexy thing)“ ist ein grandios tanzbarer Song aus dem 2001’er Album „Shake“. Ein Zeitloses Album, das man tagelang rauf und runter hören kann.

Zucchero – Baila (Sexy Thing)


Ein Megastar im Hintergrund

Im Vergleich mit den heutigen Megastars zeigen sich Adelmos Verkaufszahlen eher überschaubar. Das ändert jedoch nichts an seiner Klasse. Denn mit Sicherheit besitzt keiner der heutigen Entertainmentmusiker die Klasse und das Talent eines Sugar Fornaciari.

Ich lehne mich mich nicht aus dem Fenster, wenn ich sage, die Megastars der global verknüpften, digitalen Welt stimmen mir da zu. Alles Andere wäre nicht nachvollziehbar.

Wer reicht ihm das Wasser?

Das ist eine schwer zu beantwortende Frage. Schließen wir die bereits genanngen Legenden mal aus.  Dann fällt mir spontan nur Lady Gaga ein. In meinen Augen ist sie die einzige Musikerin mit annäherndem Talent. Jedoch hat sie noch ein paar Jahre vor sich, seine Reife und Klasse zu erreichen. Andere Namen wollen mir nicht in den Sinn kommen. Zumal Musik immer schlechter wird.

In Bescheidenheit scheint Klasse am hellsten

Es scheint, als stellen sich die die größten Musiker in der Reihe an, um an seiner Seite Musik zu machen. Hierbei geht es nicht darum, möglichst viele Namen um sich zu scharen. Das ist in der heutigen Industrie nämlich so üblich. Jeder will’s mit jedem gemacht haben. Hauptsache, man hat den Namen des Musikers auf seiner Platte stehen. Man könnte es Networking nennen oder industrielles Prostituieren. Das haben Legenden nicht nötig.

Pure Musik – Live

2016 konnte ich Zucchero endlich mal live erleben. Da ich seine Lieder schon seit meiner Kindheit höre, war es für mich ein ebenso emotionales Erlebnis.

In der Einleitung sagte Adelmo Fornaciaro, wir erleben heute Abend die wohl beste Band Europas. Ihm glaubte ich das damals Blind. Jedoch habe ich erst vorgestern herausgefunden, dass seine Band aus ehemaligen Mitgliedern der Bands von Prince und Keith Richards bestand.

Es gab keine abgefahrene Show, keine sich ändernden Bühnenbilder und kein TamTam. Es ging nur um Musik. Und das in perfekter Ausführung. Ich habe noch nie klarere Musik erlebt. Während man einen Auftritt der Gorillaz als Entertainment bezeichnen könnte, spielt der Musiker Zucchero Fornaciari Konzerte, wie sie im Buche stehen. Tolle Musiker, tolle Atmosphäre und Lieder, die für Live-Konzerte geschrieben wurden. Also viel besser als man sie jemals von Platte erleben könnte. Und ich ärgere mich, dass ich nicht schon vor Jahren einen seiner Live-Auftritte besucht habe.


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BOSSHOORE


Quellen:

  • https://www.universal-music.de/zucchero/biografie
  • http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/kultur-und-medien/Ein-paar-Rekorde-f%C3%BCr-die-Ewigkeit-Black-Cat-World-Tour-article3429070.html
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Zucchero

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